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Hinter den Kulissen

Mehrere tausend Jahre lag die Büste der Nofretete im Wüstensand der altägyptischen Stadtruinen von Achet-Aton (übersetzt: „Horizont des Lichts“), in der Nähe von Tell el-Amarna verborgen. Gefunden wurde die Büste während einer Grabung der Deutschen Orientgesellschaft unter der Leitung von Ludwig Borchardt am 6. Dezember 1912, also fast genau vor hundert Jahren.

Mit diesem anstehenden Jubiläum war die Idee zur Ausstellung „Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete“ geboren. Die ersten Vorbereitungen nahmen Ende 2009 nach der Eröffnung des Neuen Museums –dem Standort der Büste der Nofretete – ihren Anfang. Die Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, Frau Prof. Dr. Friederike Seyfried, feilte gemeinsam mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern am inhaltlichen Konzept. Aus der ersten Idee wurde eine Geschichte, die es durch die Ausstellung zu erzählen gilt.

Bald waren die thematischen Schwerpunkte festgelegt: die Grabung Ludwig Borchardts, die Kulturgeschichte der Amarna-Zeit und die Geschichte der Inszenierung der Büste der Nofretete – heute ein Kunstobjekt der Superlative. Im nächsten Schritt wurden aus etwa 5 500 Fundstücken, die aus den deutschen Grabungen in Amarna stammen, die passenden Objekte für die Ausstellung ausgewählt werden.

Im Neuen Museum werden bislang hauptsächlich die Schlüsselobjekte dieser Epoche präsentiert. Für die Jubiläumsausstellung werden nun auch die vielfältigen, kleinteiligen Fundobjekte aus den Depots geholt, um einen möglichst umfassenden Einblick in die Lebenswelt jener faszinierenden Epoche des Alten Ägypten zu bieten. Bis sich die Besucher daran erfreuen können, ist es aber noch ein weiter Weg, denn viele der Objekte müssen bis dahin noch restauratorisch und wissenschaftlich bearbeitet werden.